25. Januar 2026 | Uber Eats Music Hall, Berlin

Am Sonntagabend kehrten P1Harmony zum zweiten Mal in Folge im Januar in die Uber Eats Music Hall zurück, was zeigt, dass Berlin längst ein fester Bestandteil ihrer Europa-Geschichte geworden ist. Für das Echo Korea Team war es zugleich das erste Konzert des Jahres, was dem Abend eine besondere Aufbruchsstimmung verlieh.
Bereits über das gesamte Wochenende hinweg war die Stadt spürbar in Bewegung. In Berlin verteilt fanden mehrere Bubble-Tea-Events statt, dazu ein Hello82-Pop-up für den Konzertmerch inklusive Relay Dance, Random Dance Play und sogar einer Stunde Bingo! Fans standen teils schon am Freitag und Samstag bis zu zwei Stunden vor Öffnung an, um sich Merch zu sichern. Ein Anblick, der nicht nur Viele auf dem Weg zur Arbeit verwunderte, sondern auch die Mitarbeitenden des Cafés gegenüber neugierig machte. Genau so zum Wochenende gehörte auch der Freebie-Austausch, der erneut beeindruckend groß ausfiel. Und Selbst vor der Halle wurde spontan getanzt: Random Dance als gemeinsames Warm-up gegen die Kälte, organisiert von Konnect e.V.

Besonders beim Line-up hat sich die winterliche Kälte in Berlin erneut bemerkbar gemacht, doch selbst das hielt Viele nicht davon ab, sich bereits vor 8 Uhr morgens fürs Numbering anzustellen. Kurzfristig wurde dieses offiziell für die Stehplatz-Kategorien ohne VIP-Benefits vom Security-Team der Halle übernommen, damit alle so schnell wie moglich zurück ins Warme kehren konnten.
Drinnen war davon allerdings schnell nichts mehr zu spüren. Die Halle füllte sich rasch, es wurde warm, fast schon kuschelig, spürbar enger als im Jahr zuvor. Kein Wunder: Das Konzert war komplett ausverkauft, die Tickets innerhalb weniger Minuten weg. Und genau diese Energie lag von Anfang an spürbar in der Luft.

P1Harmony präsentierten eine bemerkenswert breite Setlist. Von älteren Songs, die im letzten Jahr noch gefehlt hatten, wie zum Beispiel Before The Dawn, bis hin zu Liedern des neueren englischen Release EX spannte sich ein Bogen durch ihre bisherige Diskografie. Auch die Solo-Cover-Performances fanden wieder ihren Platz: von Jiungs Uptown Funk, über Jongseobs Sticky bis hin zu Souls reiner Tanzperformance, jeder bekam Raum, seine individuellen Stärken zu zeigen, ohne dass der Flow des Abends verloren ging.
Ein weiteres Highlight waren auch Theos Gitarrensolos, die natürlich nicht fehlen durften. Diesmal sogar eingebettet in eine Group-Performance bei Emergency, was dem Song eine zusätzliche Dynamik verlieh.
Überhaupt lebte der Abend stark von der Interaktion mit dem Publikum. Kleine Posen hier, Augenkontakt dort, und in den MENTs wurde direkt gesprochen, fast vertraulich. Die Mitglieder teilten Behind-the-Scenes-Fakten, wie zum Beispiel, welche Songs in Europa geschrieben oder überarbeitet wurden. Keeho erklärte sogar, dass er Berlin im Winter schön findet, was das Publikum zunächst mit hörbarer Skepsis quittierte. Seine Antwort: „You’re saying that, but I wouldn’t lie, so.“

Am Ende blieb das Gefühl, Teil von etwas Gewachsenem zu sein. Das Konzert in Berlin wirkte nicht wie ein routinierter Tour-Stopp, sondern wie ein Wiedersehen. Ein Abend, der zeigte, wie sehr die Gruppe in einem Jahr wachsen konnte. Ein Abend an dem die Fans, mit großer Freude die Entwicklung live miterleben können, trotz Kälte, trotz frühem Anstehen, trotz Winter. Auf ein nächstes Jahr, größer, noch besser und hoffentlich wärmer!
